Hawaii Five-0 – Wie schlägt sich das Remake? Okt20

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Hawaii Five-0 – Wie schlägt sich das Remake?

Schon mehrfach wurde beim amerikanischen Sender CBS über ein Remake der erfolgreichen Fernsehserie „Hawai-Fünf-Null“ nachgedacht. Ab September 2010 strahlte CBS die erste Staffel aus. Die Serie wurde von SAT.1/Pro7 gekauft. Bis Juni 2011 lief die Serie sonntags um 22.10 Uhr auf SAT.1. Die Ausstrahlung der zweiten Staffel donnerstags um 21.15 Uhr hat bereits begonnen. Hawai Five-0 handelt von einer Sondereinheit, die von der hawaiianischen Gouverneurin mit der Bekämpfung des organisierten Verbrechens beauftragt wird. Der Marineoffizier Steve McGarrett (Alex O’Loughlin) rekrutiert die Ex-Polizisten Chin Ho Kelly (Daniel Dae Kim) und Danny „Danno“ Williams(Scott Caan), sowie die junge Polizistin Kona „Kono“ Kalakaua (Grace Park), die gerade ihre Ausbildung beendet hat, um gegen Verbrecher und Terroristen vorzugehen.

Anleihen beim Original

Die Serie ist eng an das Vorbild angelehnt. Die komplette erste Staffel gibt es wie andere gute Filme auf DVD erhältlich. Regisseur Len Wiseman, der bereits große Filmproduktionen für das Kino drehte, übernahm die Namen aus der Originalserie und knüpfte teilweise an einzelne Motive an. Dennoch hat die Serie ihren eigenen Charakter. Besonders die Mischung aus Actionszenen und einem bewusst zynischen Humor im Zusammenhang mit den Ermittlungsmethoden der Sonderkommission heben das Remake vom Original ab. Regelmäßig versuchen Gangster und abgefeimte Terroristen auf der Insel Fuß zu fassen. Wenn geschossen wird, dann meist mit großem Kaliber. Auch der Einsatz von Flugzeugen und Helikoptern gehört zur Serienausstattung. Zwar unterscheiden sich Actionserien im Fernsehen häufig von der Realität, wie beispielsweise „Einsatz für Cobra 11“, doch Dienstvorschriften oder rechtliche Beschränkungen spielen bei der Ermittlungsarbeit in Hawaii Five 0 keine Rolle. Mit richterlichen Beschlüssen hält sich McGarrett, Leiter der Sonderkommission, nicht auf. Ebenso wenig mit psychologischen Verhörmethoden. Meist hilft ein Griff in die offene Wunde. In einer Serie wird ein Verdächtiger in einen Unterwasserkäfig inmitten eines Haischwarms gestoßen, um seine Aussage zu erzwingen. Selbst abgebrühte Schurken reagieren manchmal erschüttert. „Was für Bullen seid ihr denn?“, fragt einer der Verbrecher. „Eine neue Art“, meint McGarrett.

War of Terror als Inspirationsquelle

Diese Szenarios erinnern sicher nicht zufällig an die Methoden amerikanischer Ermittler im „War of Terror“. Die Folterskandale während des Irakkriegs und Guantánamo lassen grüßen. Aber genau diese Mischung aus zynischem Humor, Actionszenen und einem Schuss Sadismus ließen die Serie bereits in den U.S.A. zu einem Erfolg werden. Offenbar ist das Publikum der Meinung, dass bei der Bekämpfung schwerer organisierter Kriminalität und des Terrors jedes Mittel Recht ist. Mit der alten Serie hat das aber nichts mehr zu tun.

Bild: Greg Hernandez cc-by-sa 2.0